Ist Jordan B. Peterson konservativ oder liberal?


was ist der unterschied zwischen einem
liberalen und einem konservativen das klint jetzt wie der anfang eines witzes
aber keine angst da kommt keine pointe der liberale bewertet die freiheit höher
auch wenn sie veränderungen mit sich bringt und der konservative bewertet die
tradition höher auch wenn sie gewisse freiheiten
einschränkt der liberale blickt auf ein gesetz und überlegt wen es einschränkt
und der konservative blickt auf ein gesetz und überlegt wofür es gut ist und
welche negativen folgen das haben könnte es von heute auf morgen abzuschaffen
der konservative ist im allgemeinen etwas vorsichtiger was
gesellschaftlichen wandel angeht weil im alten eben gemeinhin vieles gute es ist
das den menschen halt gibt friedrich august von hayek hat das etwas
negativer formuliert nämlich dass die konservative haltung eine angst vor
veränderungen ist und ein schüchternes misstrauen gegenüber dem neuen als
solche ein liberaler aber zu den hayek sicher selbst zählt kann veränderungen
bedenkenlos akzeptieren sagt er obwohl er noch nicht weiß wie die notwendigen
änderungen dann herbeigeführt werden sollen
konservative fühlen sich nur dann sicher wenn sie sicher sind dass einige höhere
weisheiten den wandel beobachten oder werte und innerer überwachen
wir können ja heute ein wiedererstarken des konservativismus beobachten das habe
ich schon in einem anderen video über den konservativismus gesagt und diese
heutige konservativismus ist nicht immer der liberalste auch charme und die
liberalen ideen wie protektionismus und nationalismus sind eine reaktion auf
progressive politik in den jahren zuvor und auch den linksliberalen mainstream
in den medien in hollywood in der politik ist da
und hinzu kommt eine ablehnung des linksliberalen intellektualismus
zugunsten des mannes von der straße und als einer der sagt für dieses wieder
erstarkten konservativismus wird eben immer wieder jordan wie peterson
bezeichnet er nennt sich selber aber einen klassischen liberalen ja ist das
jetzt ein gegensatz und wenn ja was davon stimmt hallo und herzlich willkommen bei kaiser
tvs ist neuer dezember thema des monats ist noch immer westliche werte und dazu
denke ich gehört eben mindestens seit der französischen revolution der
gegensatz zwischen konservativ und liberal oder konservativ oder progressiv
und darum kümmern wir uns heute aber nun eben mit bezug auf einen derzeit sehr
einflussreichen denker nämlich den kanadischen psychologen jordan lassen
man kann ja jon peterson nun durchaus als leuchtturm eines neuen
konservativismus ansehen er selber nennt sich ja auch des öfteren
klassisch liberal also eben nicht links liberal oder demokrat oder links liberal
sondern im erbe von john bock und ems mit diesen kämpft gegen gesetze die die
rede freiheit einschränken gegen postmoderne
neo marxismus das nennt der hat die universitäten und dann langsam eben auch
die institutionen der gesellschaft erobert oder erobere er lehnt
identitätspolitik ab und kollektivismus und befürworte die westlich
individualistische freiheitliche gesellschaft lassen lässt ihn als
liberalen denker im engeren sinne erscheinen aber das ist der typische
konservative der injex essay warum ich kein konservativer bin
beschrieben wird er ist ja der überzeugung dass ein mangel an
hierarchie und an expliziten regeln so chaos führt er verzieht sich stets auf
das spektrum zwischen ordnung und chaos also ein zuwenig an regeln und ordnung
ruft das chaos hervor und das ist aber eben eine sehr konservative die liberale
tendierende vorstellung wenn wir regeln beseitigen laufen wir gefahr der
gesellschaft den hals zu haben den sie eben durch diese regeln vorher hatte der
star petersons sicht auf den individualismus dieses räum dein zimmer
aus ist ein ratschlag der seine leser und zuhörer dazu ermutigen soll nach
innen zu schauen um für sich einen sinn im leben zu finden und erst dann in der
welt nach veränderung zu suchen also krieg erst mal dein eigenes leben
auf die kette bevor du andere kritisierst eine gesellschaft im
eigentlichen sinne gibt es dann bei peters noch nicht so ähnlich wie bei
magere zeit schafft die individuen müssen als erstes und vor allem auf sich
selbst hören und sind eigentlich vom gesellschafts ganzen erstmal isoliert
wie monaten monaten oder atome bei einem smith in seiner serie of morrissey
demenz wird dagegen die gesellschaft als eine ansammlung von freiwillig
assoziierten individuen betrachtet und diese diese ansammlung also in einer
harmonischen gesellschaft sind die einzelpersonen reiche und glücklicher
wenn sie die bedürfnisse und wünsche der anderen
erfüllen wie egoistisch der mensch auch sein mag es gibt offensichtlich einige
prinzipien in seiner natur die ihn für das glück der anderen offen und ihm ihr
glück notwendig machen obwohl er nicht mehr davon hat als die
freude das zu sehen produzierst wert wenn du mit anderen das was euch wichtig
ist tauscht und diese vorstellung dass es eine win win situation ist wenn freie
individuen miteinander handeln ist eine wichtige voraussetzung jeder
marktwirtschaft und ja ein notwendiger bestandteil einer von liberalem
pluralismus geprägten gesellschaft kämpft also gegen den linksliberalen
mainstream vor allem in seiner aggressiven version als z wave women s m
oder als identitätspolitik mit beschränkung der meinungsfreiheit mit
repressive toleranz mit gleichmacherei quoten opfer mentalität usw
aber das macht ihn noch nicht zu einem echten klassisch liberalen im gegenteil
das problem beim konservativismus ist für hayek was ja keine ausgeprägten
prinzipien hat die ihm angeben welche veränderungen er sich dann wieder setzen
will und soll und welcher nicht und er hat eben einen mangel an
vorstellungskraft in bezug auf alles was die erfahrung noch nicht bewiesen hat
was noch nicht her gebracht wurde das heißt im gegensatz zum liberalismus
mit seinem grundlegenden glauben an die langfristige macht der ideen ist der
konservativismus an den bestand in denen gebunden man muss erst mal sehen was du
schon gab der bestand der ideen der zu einem
gewissen zeitpunkt vererbt wurde neue ideen sind eben mit dem
konservativismus schwer vereinbar da er sich seinen stand an werten nur aus dem
alten holen kann so wie die familie früher einmal war hat
es viel gutes also sollten wir sehen dass wir zu den tradierten formen
zurückkehren und nicht viel ändern was aber gutes aus dem neuen kommen kann
dafür ist der konservative erst mal blind er ist in dieser hinsicht der
gegenpol des progressives muss der das neue per se erst mal als gut und das
alter als überkommen täglich unterdrücken betrachtet und dann
auch blind ist für das gute im al meidan fehlt aber eine art kompass oder ein
prinzip wonach sie analysieren könnten welche alten ideen gut sind und welche
neuen ideen gut sind hayek schreibt sogar dass der
konservativismus nicht wirklich an die kraft des arguments glaubt und daher
muss er auf eine art autoritäts argument zurückgreifen
die der eher würdigkeit der tradition so wie man in köln sagt hat haben wir immer
schon so yeah hat auch peter sucht eine autorität in ewigen kategorien wie zum
beispiel in den archetypen das ist eigentlich eine autoritäts dokument auch
die konzepte von mann und frau an sich seien ja im grunde genommen
unveränderlich er argumentiert dass selbst der versuch diese ideen zu
diskutieren ein zeichen für ein autoritäres regime ist das unter der
oberfläche lauert also die veränderung dieser archetypen und die verunsicherung
der menschen was weiblich und was männlich ist die führe eben nicht zum
fortschritt und zu einem überdenken der rollenbilder sondern geradewegs in den
totalitarismus zerstörung der familie allein erziehende mütter ersetzung der
privaten hilfe durch den sozialstaat knechtschaft durch die hintertür
nun könnte man ja auch sagen dass die liberalisierung von vorstellungen über
ja geschlechter über sexualität über diese rollenbilder ein zeichen des
erfolgs sind und zwar eines erfolgs durch liberalisierung der emag los geh
eine amerikanische wirtschaftshistorikerin hat diese these
aufgestellt dass liberalisierung eben auch im mensch die möglichkeit gibt ihr
leben freiheit zu führen auch und gerade was gesellschaftliche rollenbilder
angeht seit etwa 1800 leben wir im westen dank
der liberalisierung einen paketen achten aufstieg im wohlstand macht er ja in
wohlstand im gegensatz zu marx und sogar zu einem smith ist der schlüssel zur
modernen welt nach ihrem mac losgeht aber nicht die kapitalbildung sondern
neue ideen und die werden ermöglicht durch die
ablehnung von autoritäten und sein ist die autoritäten von archetypen oder von
traditionen also dieses es ist mir egal wie es immer
schon gemacht wurde ich mache es jetzt so und so ich mache
es anders ich probiere das und das aus und ich sehe wie es ankommt das ist ja
die geisteshaltung die erst fortschritt und wohlstand in die welt bringt mehr
als kapital und dazu gehören eben auch neue umgangsformen in der gesellschaft
neue sitten oder eben neue weisen seine rolle als mann oder frau zu sehen und zu
spielen die akzeptanz von schwulen von lässt man
von transvestiten es so ein zeichen von liberalisierung solange sie nicht
gesetzlich gezwungen wird freilich konservative sehen in zu große akzeptanz
von homosexualität oder von evian soft ja die vorboten eines untergang des
abendlandes die konservative feministin kampala die schreibt historisch gesehen
findet die bewegung in richtung androgynität in späten phasen der
kulturstadt man findet sie immer wieder in der
geschichte der griechischen kunst plötzlich beginnen die skulpturen
männliche athleten die früher ganz robust waren wie eine nasse nudel zu
wirken die menschen die in solchen zeiten in späten phasen der kultur leben
fühlen sich als wären sie sehr tolerant und weltoffen homosexualität
heterosexualität nach und alles ist möglich aber aus der perspektive der
historischen distanz kann man sehen dass das eine kultur ist die nicht mehr an
sich selbst glaubt eher konservative kann hier nur die vergangenheit bemühen
und korrelationen zu kausalitäten machen es ist immer schon so passiert guckt
euch die zeit damals an also ist auch die heutige per massivität die tatsache
dass jeder nach seiner fasson selig werden kann nichts positives
die frage ist nun ob ein konservativer wenn er das glaubt den staat dazu
benutzen möchte diese gesellschaft stabilisierenden lebensweisen die
althergebrachten lebensweisen zu fördern oder zu erzwingen also einer
stabilität zu erzwingen durch steuererleichterungen für familien durch
kindergeld durch verbot einer ehe für alle etc
das ist freilich keinen liberalismus eine gesellschaft die auf gewaltsamen
durchgesetzt der konformität mit bestimmten sozialen normen basiert ist
genau das was der liberalismus immerhin frage stellt und obwohl vorher immer
warnt kurz gesagt liberale glauben nicht dass freiheit chaos hervorbringt
freiheit die abwesenheit willkürlichen zwangs bringt nicht unordnung hervor vor
denen uns ein zentralkomitee oder ein führer beschützen müsste sondern
spontane ordnung die ungeplant aus der freien verbindung von individuen
entsteht die sprache ist ein gutes beispiel dafür
niemand hat sie entworfen und geplant und doch funktioniert sie für alle
teilnehmer sehr gut eigentlich müsste ja diese idee heutigen
linksliberalen und überhaupt modernen menschen eher nahe stehen weil sie das
bonbon zur evolutionstheorie ist der kreationismus oder theorie vom
intelligent design die können sich nicht vorstellen dass die ganze vielfalt und
schönheit der welt ohne einen planer und alles lenker entstanden sein kann
das ist alles so geordnet auf der welt das kann nur von einem großen führer
oder von einer planungskommission geordnet worden sein
die wertungs theorie sagt ja dass das eine illusion ist es ist alles durch die
unsichtbare hand sozusagen von mutation und selektion entstanden und die
linksliberalen sind ja gemeinhin eher säkular anti religiös und
naturwissenschaftlich unterwegs bei der natur können sie das sich sehr gut
vorstellen dass das alles durch die spontane ordnung entstanden sein sollen
und dass es halbwegs harmonisch ist und dass es keinen big brother braucht der
das ganze aber beim markt und bei der gesellschaft brauchen sie jetzt einen
großen schöpfer gott der alles lenkt oder zumindest eingreift wie der deus ex
machina und umfasst wie der rachsüchtige aber
gerechte gott der bibel und da haben es die konservativen schon leichter sie
glauben religion ist oft an die schöpfung und politisch oft an den wert
von gesetzen die gesellschaftlich von oben herab die veränderung eindämmen und
lenken ja das passt irgendwie besser zusammen
also da gibt es eine klare parallele konservative brauchen gott oder ein
höheres wesen in allen bereichen des lebens linksliberale heucheln sie wären
totale agnostiker oder atheisten haben ihren glauben an ein höheres wesen aber
eigentlich nur verlagert einfach auf den staat übertragen
nur libertäre brauchen nichts davon die bt sind die höheren wesen selbst
dann bin ich der überzeugung dass diese menschen heute für die 11.000 nun
scheint es darum zu gehen die menschen vor dem unvermeidlichen chaos des lebens
zu warnen und zu zeigen dass wir eben etablierte hierarchien brauchen und
annehmen sollten um aus dem chaos ordnung zu machen damit das leben
überhaupt lebbar wird solange diese hierarchien aber unhinterfragt sind und
bloß sakrosankt weil sie alt sind und solange sie durch durch eine
staatsgewalt gestützt werden müssen sind sie unvereinbar mit der klassisch
liberalen weltsicht mit der vorstellung der spontanen ordner ja hierarchien
geben uns halt und sich schaffen ordnung aber ordnung in der ordnung willen ist
kein prinzipieller wert aus ordnungs losigkeit kann eben neues entstehen
und dieses neue kann dann als wertvoll angesehen werden nur wenn veränderung erlaubt ist können
neue ideen die welt kommen auch revolution an sich ist er keinen wert
und verhaltensweisen sie in einer früheren phase unserer entwicklung
einmal sinnvoll waren verpflichten uns nicht dazu sie immer wieder auszuführen
und sie aufzubewahren selbst wenn sich dann eben unsere
lebenswelt verändert hat die rollen von mann und frau etwa die ablehnung von
homosexualität hatte für unsere vorfahren einen sehr deutlichen sinn in
der evolutionsgeschichte weil es ihnen ermöglichte in einem relativ großen und
komplexen gruppen zusammen zu leben und diese gruppen auch zu stärken
ebenso die funktion von hierarchie und von autorität und das verteidigt
petersen das macht ihn eben nicht zu einem
klassisch liberale neben sieht dass sich in der gesellschaft auch etwas ändert
sondern zu einem konservativen das ist nun für mich ja kein schimpfwort sondern
erstmal eine nennung das problem gehen zum einen dort wo ein konservativer die
tradierten werte eben durch die staatsgewalt fixiert haben möchte und
das andere problem problem sehe ich dort wo die guten tradierten werte wie
rosinen aus dem kuchen herausgelesen werden also nicht nur rache und
überlieferte geschlechterrollen sind ja in unserer tradition tiefer wurzeln
sonnen dann auch kollektivismus und stammesdenken zum beispiel die
identifikation mit der horde das ist ja etwas was evolutionsgeschichtlich auch
extrem wichtig war und dazu geführt hat dass menschen die diesen charakterzug
nicht entwickelt haben ihre gene nicht weitergeben konnten die zehn an die sich
da sind denke ich nicht und dann lese ich irgendwas anderes entweder weil sie
aus der schützenden horde ausgestoßen würden oder eine horde die zu viele
individualisten hatte die sich nicht mit den gruppen zielen identifiziert haben
und die nicht für sie gekämpft haben gegen andere horden die
kollektivistische unterwegs waren eben verloren hat und ausgestorben ist und
was machen wir nun damit wir können so ein gruppendenken heute
eigentlich nicht mehr gebrauchen ja es ist sogar brandgefährlich weil es als
kollektivismus von herrschern für nationalismus und für
totalitarismus missbraucht werden kann und auch oft genug missbraucht wurde
also muss man das ablehnen meines erachtens wir spricht hier der peterson
der ein verteidiger des individualismus sein will und die gefahr des
totalitarismus im kollektivismus sieht neben petersen der ein beschwörer der
tradition in mythen und der archetypen es gibt niemanden abtreten kann das
nicht so ist der respekt er sich die mythen heraus die vom kampf des
individuums erzählen also die einer heldenreise dazu in die situation
darstellen zum beispiel damit die theorie der archetypen zum
individualismus passt aber er pickt sie sich eben heraus er könnte ebenso gut
andere mythen und archetypen auswählen eben das verbinden dass das
gruppendenken das kollektivistische in den vordergrund stellen
das war’s für heute auf kaiser tv ich hoffe das video hat euch gefallen
falls ja ebenso wie bei meinem video zum konservativismus kann ich nur sagen er
halte das was gut ist spendet für die althergebrachte qualität hier auf kaiser
tv links zu perl und zu bitcoins sind in der beschreibung und unterstützer werden
könnt ihr ab einem dollar im monat oft drin und dann gibts auch viele weitere
zusätzliche videos podcasts und externer link ist auch in der beschreibung
ja und kommentiert irgendeinen quatsch naja wie ist eure sicht auf petersen
schritt tritt er für euch eher eine konservative oder eine liberale idee und
was davon ärgert euch und was feiert er schreibt es in die kommentare
ich lese sie dann auf den strassenstrich wünsche euch einen wundervollen tag
das lässt die ablehnung geht yeah
nur liebe dort verkehren

Author Since: Mar 11, 2019

  1. Kritik zum Zitat Paglias: Dass wir in unterschiedlichen Sexualitäten (Homo-, Hetero-) denken, existiert erst seit dem 19./20. Jh. Gerade in der Griechischen Antike wäre Homosexualität kein Grund gewesen, jemandem intolerant gegenüber zu treten (weswegen sollten die Griechen sich dann "tolerant" fühlen?)

    Ich finde die Idee Paglias gut, aber den Vergleich, darin heute einen Vorboten des Verfalls zu sehen, ein wenig an den Haaren herbei gezogen.

    Aber vielleicht hat sie in der Glorifizierung des Androgynen recht: Vielleicht sind solche Statuen und Monumente auch ein metaphorisches "Abbild" der Gesellschaft, in der sie entstand; fühlt sie sich schwach und weiblich, werden die (männlichen) Statuen schwach und weiblich; fühlt sich eine Gesellschaft stark und dominant, findet man diesen Geist auch in ihren Monumenten (und Statuen, die dann sehr männlich gestaltet sind).

  2. Es schadet vielleicht „konservativ“ und „liberal“ als Paradoxon zu verstehen… Da gehen doch eher Türen auf…!Ein ex aequo gibt doch den Spielraum sich zu matchen;))) Gunnar, thx für Deine Arbeit!

  3. Frage mich oft, warum das Widerspruch sein soll..ich kann fuer moglichst wenig Staat und groesstmogliche Freiheit, sowie individuelle Eigenverantwortung sein, ebenso wie fuer das bewahren dessen was bewahrenswert ist..wir neigen zu sehr dazu, alles in Begriffe einzuordnen..uns, wie Schopenhauer so schoen sagte, sehr schnell, wie der Traege, uns auf dem naechstehenden bequemen Stuhl niederzulassen..

  4. Ich will wissen was jemand denkt, was jemand glaubt interessiert mich nicht, Glaube ist nicht von Belang, Glaube gehoert in die Kirche… oder… Moscheen sind wohl gerade hip.

  5. Die Libertären sind die höheren Wesen selbst. Bester Satz. Wenn du in Rinderhälften bezahlt werden willst dann tu das. Gruß RG

  6. Grundsätzlich sollte jede naturalistische Argumentation mit dem größten Argwohn begegnet werden. Der Mensch sei von Natur aus so und so, oder der Mensch ist durch die Evolution so und so. Dieser Standpunkt blendet vollkommen aus, das der Mensch ein Kulturwesen ist. Eine offene Kultur ist immer im Wandel begriffen.
    Ich halte Jordon B. Peterson für einen der am meisten überschätzten Intellektuellen unserer Zeit.

  7. Ich mag Peterson überhaupt nicht. Er geht mir schrecklich auf die Nerven. Er ist erstens ein Cuck der sich den Religiösen anbiedert (er glaubt offensichtlich nicht daran, dass die Geschichten mit Jesus wahr sind aber wenn man ihn fragt, ob er sie glaube sagt er nur so Mist wie "what do you mean by Jesus?"), er spielt viel mehr mit Sprache als dass er Argumente macht (ständig definiert er Begriffe bis in die Bedeutungslosigkeit um) und glaubt er wär so intelligent wenn er verschiedene Arten von "Wahrheit" unterscheidet, obwohl dass ziemlich postmodern ist. Jordan Peterson ist einer der postmodernsten Möchtegernphilosophen, die ich kenne.

  8. Deine Darstellung des Konservatismus ist falsch beziehungsweise entspricht eher einem reaktionären Traditionalismus. Douglas Murray und Patzelt haben dazu gute Ausführungen gemacht. Demnach ist der Konservative kein unbedingter Apologet des Herkommenden, noch weniger neophil, sondern ein vorsichtiger Reformer. Komplexe Strukturen können demnach viel schneller zerstört als aufgebaut werden. Es ist durchaus möglich konservativ und liberal zu sein. Zum Beispiel am Nationalstaat festzuhalten und zugleich einen schlanken Staat und grosse individuelle Freiheit anzustreben. Nationallibertär sozusagen. Es gab mal Nationalliberale. It's a spectrum 😁

  9. Ich finde sehr interessant, dass du Petersons Ausführungen zu Hierarchien (bzw. Ordnung und Chaos) normativ aufgefasst hast. Ich habe das eher deskriptiv gelesen. Er sagt ja, Hierarchien seien in unserer Natur angelegt (Lobster etc.). Man könne sie nivellieren, aber nur durch erheblichen staatlichen Zwang oder durch Umerziehung. Anders ließen sich Hierarchien nicht vermeiden. Es ist aber an uns zu entscheiden, was das Kriterium sein soll. Und da schlägt er eben vor, die Hierarchie nicht auf Blut, Abkunft oder Rasse, sondern auf Kompetenz zu gründen. Insofern ist eine Hierarchie der Kompetenz doch gerade die Lösung, die am wenigsten staatlichen Zwang erfordert und am wenigsten kollektivistisch ist.

    Mit Chaos und Ordnung verhält es sich ähnlich. Er sagt nicht nur, wie du ja am Anfang ausführst, dass zu wenig Ordnung zu Chaos führt. Er sagt auch, dass zu viel Chaos am Ende zu totalitären Systemen (also einer tyrannischen Ordnung) führt, weil die Menschen ohne Halt und Bindungen anfällig für totalitäre, einfältig sinnstiftende Ideologien werden. Insofern ist ein gesundes Mittelmaß zwischen Ordnung und Chaos genau der Weg, der totalitären Zwang verhindert. Wobei Chaos und Ordnung bei ihm natürlich nicht (nur) politische, sondern geradezu spirituelle Pole sind.

    Mit Regeln und Ordnung muss ja auch keineswegs nur staatlicher Zwang gemeint sein. Die überwältigende Mehrheit der Regeln unserer Gesellschaft findet sich in keinem Gesetzestext und ich denke die Wenigsten richten ihr Handeln bewusst an festgeschriebenen Gesetzen aus. Es ist vielmehr so, dass Gesetze idealerweise die sowieso geltenden Sitten einer Gesellschaft fixieren und auch nur solange gelten, wie sich die Sitten nicht ändern (frei nach Machiavelli und Golo Mann).

  10. Ist es wirklich authoritätshörig, wenn man empirische Daten als Argumentsgrundlage nimmt? Wenn also der Konservative sagt: "Das ist die Weißheit, die die früheren Generationen uns mitgegeben haben und daraus kann man was für die Zukunft mitnehmen." ist das wirklich authoritär oder ist es nicht authoritär, wenn man sagt: "Mir ist egal, was die Leute früher gedacht haben, ich setze MEINEN Willen JETZT durch!"? Die Amerikaner sind da klarer. Für sie ist es wirklich liberal zu sein gleich zu setzen mit konservativ zu sein, da ihre Nation auf dem Liberalismus begründet ist, ist es konservativ diese Werte beizubehalten.

  11. Ich selbst sehe mich als konservativen Liberalen und versuche genau diese beiden Strömungen zu vereinen. Sprich, Freiheit und Fortschritt, aber mit stetigen Blick auf das, was ist und war und was kulturell die ethisch-moralischen Grundlagen für den Liberalismus bildet – also das Christentum. Ich versuche das Beste aus beiden Welten zu verbinden – Vernunft und Tradition.

    Meiner Ansicht nach hat der Liberalismus die Tendenz zur Selbstzerstörung, wenn die Progression zu schnell abläuft und er darüber seine Wurzeln und das Erreichte vergisst. So ist der Markt zumeist immer schneller, als die Anpassung der Gesellschaft. Zudem sehe ich den universellen Anspruch des Liberalismus kritisch, dass er für alle Menschen natürlich gelte. Ich sehe ihn als westliche Philosophie. Der Konservativismus hat dagegen die Tendenz an Dingen nur um des Festhaltens willen festzuhalten. Es ist daher oftmals eine Konservierung, aber kein echtes Leben. Auf der anderen Seite fehlt dem Liberalismus das spirituelle und metaphysische Moment des Konservativen und somit ein wichtiger Teil des Menschseins, welcher jenseits das reinen Materiellen liegt. Es soll jeder nach seiner Fasson seelig werden. Aber man muss auch anerkennen, woher man kommt, und dass Zivilisation eine Leistung ist, die ständig erneuert werden muss, soll sie bestehen bleiben. Gerade in seinem Universalismus, den zur Zeit die Libertären ins Extreme treiben, verleugnet der Liberalismus diese Tatsache und entzieht sich selbst seiner Grundlage. Auch driftet der Liberalismus zu schnell in einen absoluten Individualismus ab, der genauso an der Natur des Menschen vorbei geht, wie ein absoluter Kollektivismus. Ich denke daher, die Freiheit – oder der Voluntarismus – bringt genau den Raum hervor, wo die Menschen und die Gesellschaft in Interaktion das richtige Maß finden werden (spontane Ordnung), wenn eben der Rahmen stimmt und es nicht auch möglich ist in das eine oder andere Extrem abzugleiten, wenn es nur genug wollen. Ich sehe das Konservative und Liberale als zwei Seiten einer Medaille.

    Ich denke daher, eine gesunde westliche Gesellschaft braucht dieses Gleichgewicht aus Liberalismus und Konservativismus. Sozialismus braucht freilich niemand. Individuelle, moralische und zivilisatorische Vervollkommnung ist das Ziel, aber die kritische Vernunft muss die mahnende Stimme sein. Traditionen sind auch Erfahrungswerte und manifestierte Sitten. Die Sitte ist wichtig, denn ihr entspringt alle Ethik und Moral, also auch die des Liberalismus, den ich daher nicht universell gültig sehe, sondern als Leistung einer – unserer – Kultur. So ist zum Beispiel erst die Familie Garant für Freiheit und einen kleinen Staat, und ohne die christliche Ethik kann die Moral der Aufklärung nicht existieren.

  12. Vielen Dank an den Kaiser für das Video. M. E. verbindet Peterson das Konservative mit dem Liberalen. Die Hirachien in einem Kollektiv entspringen einer spontanen Ordnung im Handeln der Individuen untereinander. Es liegt an den Einzelnen was sie aus ihren Talenten und Fähigkeiten machen. Wenn man in seine Fähigkeiten investiert kann man Verantwortung übernehmen und Zukunft mitgestalten, eben auch mit der Etablierung von neuen Ideen 💡. Mit herausragenden Fähigkeiten und dem Willen diese einzusetzen und in die Gesellschaft einzubringen kommt man in wichtige Positionen. Mit Macht wird freiwillig derjenige ausgestattet, der in den Augen der anderen auch kompetent genug dafür ist. In irgendeiner Form findet immer eine Wahl auf einem Markt statt.

    Ein freiheitlicher Staat respektiert diese spontane Ordnung, während der totalitäre, tyrannische Staat diese „natürlichen“ Hirachien von oben herab durch seine Eliten und Multiplikatoren manipuliert.

    So verstehe ich Peterson als einen Liberalen aus der konservativen Einsicht heraus, dass wir in unserer Kultur damit am Besten gefahren sind die Individuen in Ruhe zu lassen. Eine Einstellung, die mir sehr entgegen kommt.

  13. der linke peterson ist natürlich einer meiner Lieblingsagenten, vor allem, weil er der einzige ist, der hie und da den unterscheid zwischen links und rechts richtig erklärt – möchte allerdings nicht seinem haushaltsregime unterstellt sein 😉 https://www.youtube.com/watch?v=tTdGitx27JU

  14. peterson benutzt öffters das Bild eines Gartens indem die Natur (das veränderliche unvorhersehbare) und das Menschgamachte (planbare althergebrachte) sich die waage halten
    außerhalb der mauern des gartens herscht chaos und tod und wenn man alles inerhalb des gartens asphaltiert herrscht ordnung (und tod)

  15. Wegen Stellen wie der ab 19:39 (übrigens auch ein passendes Jahresdatum) werde ich in Zukunft vermeiden, mir deine Videos während des Bankdrückens anzuhören. Beinahe wäre mir die schwer beladene Hantelstange, die Claudia Roth in Gewicht und Intellekt beinahe ebenbürtig war, auf die Brust gefallen und hätte unser kommendes Kräftemessen vorzeitig beendet.
    Wie du siehst, bereite ich mich körperlich auf unseren Schlagabtausch vor, um dich im Falle einer Niederlage wenigstens physisch mit einem Hummer zu attackieren, bis du dein Zimmer aufgeräumt hast.

  16. Jordan Peterson zieht junge Männer in seinen Bann, indem er ihnen aufträgt Verantwortung zu übernehmen um sie dann zu schwächlichen Weicheiern zu machen, indem er ihnen sagt sie sollen auf keinen Fall zu viel Ordnung in ihrem Leben schaffen, eine Familie gründen oder tatsächlich der Bibel folgen. "Too much order results in tyranny, be content with a clean room, even when your nation burns"
    P.S. ich selbst war bis vor kurzem im Bann Petersons. Kein guter Ort um ein starker Mann zu sein. Much love!

  17. Peterson kämpft nicht gegen Einschränkungen der Redefreiheit , er ist zu behindert einen gesetzestext richtig zu interpretieren. Btw, leute die wegen Bill C-16 inhaftiert worden sind: 0.
    Ich hatte gehofft, dass du nicht mehr Peterson mit solchen Samthandschuhen anfassen würdest, nachdem du dich schon so viel mit ihm befasst hast. Klar beschreibst du nur SEINE Positionen, aber trotzdem bin ich nicht damit d'accord, dass du ihn so euphemistisch beschreibst, bei Sachen wo allen jetzt klar seien sollte, dass peterson dort eindeutig falsch lag. So jetzt guck ich weiter 😀

  18. Ich habe den Eindruck dass hier ein paar Dinge nicht richtig dargestellt werden, korrigiert mich wenn ich's falsch deute.

    1. Die konservative Forderung nach Gesetzen: Es mag durchaus sein, dass der "klassische Konservative" gern Gesetze fordert an die sich jeder zu halten hat, aber ich haben Jordan Peterson in allem was ich von ihm gesehen und gelesen habe noch nie nach Einschreiten staatlicher Instanzen rufen hören. Vielmehr habe ich den Eindruck dass er den Staat verkleinert sehen will (das hat er selbst nicht direkt gesagt, es ist mein Eindruck) damit den Menschen die Chance gegeben wird ihr eigenes Set an Werten zu etablieren.

    2. Die Ablehnung des Neuen:
    Ganz klar Jordan Peterson spricht sich gegen die staatliche Durchsetzung von neuen Ideen aus, besonders wenn sie aus seiner Sicht 'wertvolle' Traditionen damit aufheben. Das kann man durchaus kritisch sehen und ich denke auch in einigen Fällen ist das zu diskutieren, aber genau da liegt für mich der Hund begraben. Zum einen sagt er nicht dass es prinzipiell eine schlechte Idee ist einen bestimmten Wert (wie die absolute Liberalisierung der sexuellen/partnerschaftlichen Interaktion) zu haben, sondern dass man wenn man diesen Weg verfolgen will dass man sich anhand des Dagewesenen genau überlegen sollte ob die damit einhergehenden Risiken das Ziel wert sind (Zitat: "Do it like everybody else unless you have a bloody good reason to do it differently.") weil man in liberaler Tradition die Konsequenzen auch allein zu schultern hat wenns schief geht. Andererseits rührt seine Kritik vor allem daher dass diese neuen Ideen niemandem aufgezwungen werden sollten, er verweist zB in einem Interview darauf dass man den Uneinsichtigen, die mit dem Jetzt unzufrieden ist eigentlich nur durch Vorleben einer Alternative ggf noch die Chance bieten kann einen Wandel ihrer Ansicht zu vollziehen – das ist harsch aber durchaus verständlich find ich.

    3. Keine Gesellschaft:
    Was JP als Gesellschaft definiert wissen wir denk ich nicht so richtig da er das nie ausformuliert hat. Allerdings gibt es ein paar Hinweise. Er sieht den Einzelnen als Zentrum eines echten sozialen Netzwerks, über das das Individuum Einfluss übt, durch die Freiheit sich zu präsentieren wie es will und dafür entsprechend auf den Deckel zu kriegen wenn dies aus Ablehnung stößt (in erster Instanz durch das Netzwerk, danach durch den Staat der diese Freiheit schützen soll[te])

    Ich würde Jordan Peterson unterm Strich durchaus als Liberalen sehen, der sich allerdings im Sinne des Wohls des Einzelnen dafür einsetzt dass man bevor man ggf blind ins Ungewisse/Chaos stürzt und noch andere mitreißt eine konservative Betrachtung vornimmt damit man weiß von wo aus man in welche Richtung will, wodurch sich die Orientierung im Chaos zumindest ein wenig erleichtern kann.
    Und ich glaube das macht seine Botschaft so wertvoll, dass er keine Idee des Lebensstils für das Individuum kategorisch ablehnt, sondern nur die Verantwortung beschwört die Konsequenzen dafür zu tragen.

  19. Deine Schlussfolgerung führt direkt in die Fremdherrschaft durch andere Kollektivisten (was derzeit auch der Fall ist)

    NUR religiös traditionelle Strukturen wachsen, alles andere erlischt

  20. Moin Gunner
    Könntest du mal bitte was über den Nord- Irland Konflikt machen.Unter den Videos die es zu den Thema schon gibt herrscht ein krasser Briten Hate. Dabei wird eben sehr vereinfacht vorgegangen und die Briten die dort leben werden als besatzer dargestellt . Obwohl sie rund 50% der Bevölkerung ausmachen und dort schon seit über 500 Jahren siedeln.Das könnte man doch gut mit sehr vereinfachten Gruppen zugehörigkeiten ( gut ) und ( böse) thematisieren. Warum werden z.b die Briten als Besatzer bezeichnet wärend die anderen Völker einen besitzerischen Zuspruch auf Land zugesprochen bekommen.

  21. Hey Gunnar, was ist dein libertäres Lieblingsland und wie viele Milliarden Low IQ Menschen müssen wir zum Mond umsiedeln damit es länger hält als 3 Millisekunden

  22. Es gibt in der Diskussion um "Liberal oder konservativ?", vor allem, wenn die Diskussion "transatlantisch" geführt wird, ein grundlegendes Verständnisproblem: die unterschiedliche Bedeutung der Begriffe dies- und jenseits des Atlantiks. Nur geringfügig überspitzt lässt sich festhalten: Das, was wir im Deutschen (wirtschafts-)liberal nennen, nennt der Amerikaner konservativ, und das, was wir sozialdemokratisch nennen, heißt der Amerikaner "liberal". ( Mindestens sollte man daher das englische "liberal" mit "linksliberal" übersetzen.) 

    Eine staats-skeptische, freiheitlich-individualistische Haltung geht übrigens gut einher mit der Betonung religiös-konservativer Werte wie Ehe, Familie, Fleiß, Autorität usw. Gerade das Verwurzelt-Sein und das Gottvertrauen, das Leben nach klaren Überzeugungen, verleiht dem Menschen eine unvergleichliche innere Stärke, einen Halt in sich selbst, ein Selbstvertrauen, das ihn misstrauisch macht gegenüber einem Staat, der Fürsorge im Eintausch gegen Freiheit verspricht. 

    Die Linke dagegen, deren "emanzipatorisches" Projekt nichts anderes ist als ein großes Unternehmen der systematischen Entwurzelung, der Aufhebung aller gewachsenen Bindungen – bringt im Ergebnis schutzlose, auf sich selbst zurückgeworfene, ängstliche, rein gegenwartsbezogene Menschen hervor, die nur darauf warten, dass ihnen jemand "fürsorgend" die Last der Freiheit abnimmt. Dieser jemand heißt gewöhnlich – Staat.

    Ist nun also Peterson – nach deutschem Begriffsverständnis – konservativ oder liberal? Er ist beides, und beides bedingt einander. Wenn auch – nach meinem Wissensstand – nicht persönlich gläubig, so sieht sich Peterson doch ganz und gar verwurzelt im jüdisch-christlichen Erbe. Das ist seine geistige Heimat. Sein Logos-Begriff, seine Wertschätzung der Wahrheit (bzw. des Strebens danach), seine Betonung des Individuellen vor dem Kollektivistischen, all das und vieles mehr, wurzelt ganz klar – und wie Peterson es selbst immer wieder betont – im jüdisch-christlichen Erbe.

  23. Petersons Ansatz zu Hierarchien bezieht sich hauptsächlich darauf, dass die Kritik an Hierarchien seitens der Neo-Marxisten oft darauf hinaus läuft, dass diese nur soziale Konstrukte seien. Peterson stellt Hierarchien oft eher als naturgegeben dar und versucht dies evolutionsbiologisch zu erklären und zu rechtfertigen. Petersons Chaos bezieht sich oft auf einen inneren Zustand des Geistes und ist mehr Metaphysisch gemeint als im wörtlichen sinn.

  24. Also ich liebe Liberalismus (jeder soll tun was er will ud der staat nervt)ist bei mir nr1 dann mag ich dabei aber auch nationalismus (politik sollte in erster linie meine staat erhalten und pflegen) und ich mag auch eine prise sozialismus (durch die steuern die ich zahle wird das allgemeine als auch das schwache gefördert und geholfen) also bin ich ein liberaler nationalsozialist?

  25. Gunnar, als ich dich gefunden habe, da hattest du 7000 Abos. Ich freue
    mich, dass es mit deinem Kanal Bergauf geht (+8T Abos!!!). War
    jedenfalls verdient. Bitte weiter so! Danke. Wenn mehr Lehrer nur so
    halb so gut wären….

  26. Ich kann heute nicht. Ich habe Schuldkulteritis. Der Arzt meinte wenn ich ein paar Schekels an die Sinagogue spende koennte es Montag schon wieder besser sein.

  27. Sehr interessantes Video! Ich habe aber noch eine Frage zum Thema spontane Ordnung: in der Natur kann man Phänomene der Selbstorganisation beobachten (z.B. Benard-Zelle), aber diese natürlichen Prozesse können auch spontan in Chaos umkippen. Sie befinden sich at the edge of chaos (Kauffman). Auch bei der Evolution ist das so: zwar entstehen über lange Zeiträume neue Arten und neue Strukturen, aber es sterben auch viele aus bzw. es kamen ist der Erdgeschichte Massenaussterben vor. Meine Frage: können nicht in sozialen Systemen bzw. beim Zusammenspiel einer Vielzahl einzelner Akteure neben Selbstorganisation auch chaotische Zustände entstehen?

  28. Dir ist an deiner Anlehnung an die Evolutionstheorie etwas entgangen. Evolutionäre Prozesse unterliegen ganz klar Regeln, physikalische und biologische Gesetzmäßigkeiten, welche das evolutionäre Produkt formen und bestimmen. So wie der biologische Markt von diesen Gesetzlichkeiten geregelt wird, so wird auch ein wirtschaftlicher Markt von Gesetzlichkeiten geregelt. Er ist niemals frei, er unterliegt immer dem Zwang von physischen, biologischen, psychischen, und soziologischen Prozessen. Wenn man von der freien Marktwirtschaft spricht , so spricht man von einer Illusion, welche wie der freie Wille, keiner Existenz zuschreibbar ist. Es ist keine "unsichtbare" Hand welche den Markt regelt, es sind Menschen die im Markt interagieren und diesen bestimmen. Diese Menschen mögen als Individuen , Gruppen, Unternehmen, oder Regierungen handeln. Und sie selber handeln im zwang von Gesetzlichkeiten. Den freien Markt gibt es nicht, die Marktwirtschaft hingegen sehr wohl, und es liegt an uns diese im adaptiven Sinne an unsere Bedürfnisse anzupassen.

  29. Jordan B Peterson vertritt grundsätzlich die Linie zwischen Ordnung und Chaos, was bedeutet: Mit einem Bein in der Ordnung (dem alt hergebrachten, das was funktioniert) und mit dem Anderen im Chaos (dem Neuen, dem Unerforschten). Ich habe sein Buch (12 Rules) gelesen und konnte diese Idee immer wieder finden. Der einzige Grund, warum sich das Buch als Gegenstück zum Chaos präsentiert, ist der Exzess an Chaos, den wir als moderne Menschen erleben. Wir leben in einer extrem liberalen, antiautoritären und chaotischen Welt, die fast nur noch von schneller Befriedigung lebt …….und mir kann niemand erzählen, das wäre rein meine subjektive Wahrnehmung, denn dafür sehe ich einfach zu viele Beispiele in meiner Generation und in meinem eigenen Leben (ich bin 22) …..und dabei handelt es sich bei mir, nicht mal um einen typischen Vertreter meiner Altersgruppe. Ich benutze kaum soziale Netzwerke, halte mich mit dem Drogenkonsum weitestgehend zurück, bilde mich in meiner Freizeit und mache mich dadurch meiner Schwächen, Stärken, Bedürfnisse und auch Dummheiten bewusst. Ich habe beispielsweise vor erst einem Jahr realisiert, dass ich eine Porno Sucht entwickelt hatte …..und danach wurde mir zum ersten mal bewusst, was für einen negativen Effekt diese Sucht auf meinen psycho-physiologischen Zustand hat. Jetzt gehör ich zu einer Minderheit von Leuten, die sich überhaupt für sowas interessiert, was ist dann erst mit der Masse von jungen Menschen, die sich von solchen Gedanken gar nicht erst den Tag vertrüben lassen? In der Regel begegnet man jungen Menschen, die vollkommene Produkte ihrer Zeit sind und auch stolz darauf sind (sie gehen ja schließlich mit der Zeit).

  30. Servus Gunnar, treffende Analyse. Auch wenn Jordan einige liberale Werte pusht ist er in seinem Herzen doch ein konservativer. Nun ist es ja eine relativ leichte Challenge, im Lichte der Arbeit von Jonathan Hyde , als liberaler plausible Argumentationskette gegen konservatives denken zu finden. Ich würde mich freuen wenn Du in einem Video mal die liberalen Werte kritisch ( so kritisch wie dir das als liberaler möglich ist) hinterfragst. Diesbezüglich war ich vor kurzem von Sam Harris, in seinem Podcast mit Nick Bostrom, sehr beeindruckt. Sam hat dort im Dialog mit Nick ausgeführt, das sollte Nicks " Vulnerable World Hypothesis"' mit hoher Wahrscheinlichkeit wahr sein er nicht länger für liberale Werte wie die individuelle Freiheit vor staatlicher Überwachung stehen könnte. Wie siehst Du das?

  31. Ja ufff… weiß nich ob ich mit den Gedankengängen gross was anfangen kann. Unterhalten wir uns hier nich einfach nur über Worthülsen ? Wieso das liberal/konservativ Paradigma überhaupt akzeptieren, fällt man doch in die gleiche Falle wie bei rechts/links. Wenn ich in einer extrem liberalen und individuellen Gesellschaft gross wurde und ich die (liberalen/progressiven) Werte meiner Kindheit gerne konservieren würde, was man ja halt so als Konservativer tut, was bin ich dann jetzt ?

  32. Die Sprache ist ein freilich schlechtes Beispiel Gunnar. Denn waren es nicht die "autoritären" Preußen, welche erst das Wirrwarr aus Dialekten zu einer einheitlich und für jedermann verwendbaren Sprache zusammenfassten?

    Und für alle anderen. Konservativ heißt heute bei weitem nicht mehr religiös zu sein. Zudem ist nicht Freiheit der Urzustand des Menschen, sondern Tribalismus.

  33. Jordan Peterson eine politische Agenda zu unterstellen ist in ungefähr so, als würde man dem Architekten unterstellen, die Farbe der Wohnzimmercouch passe nicht zum Teppich! Dr. Peterson ist Psychologe, Philosoph und Prediger – aber kein Politiker! Wer noch nicht hat, schaue sich die Gesamtzusammenfassung seines Maps of Meaning Vortrages an, https://www.youtube.com/watch?v=01chNk3Qzt0 … wer hier den politischen Aspekt als wichtigsten (wenn überhaupt vorhanden) entlarvt, hat mit extremsten confirmation bias zu kämpfen :-p

  34. Du kannst super erklären. Klasse! Da hat der liebe Gott Dir eine Gabe geschenkt. Wenn nur ein paar Uniprofs das drauf hätten, würde ganz viele Philosophie studieren.

  35. Naja, für Sprache gab es bestimmt öfter mal Gruppen, die irgendwas geordnet haben, oder? Zumindest in der Hinsicht, dass es ein paar bekannte Bücher gibt, die fast jeder kennt, die dann besonders "edle" Sprache geschrieben haben?

  36. Der ECHTE konservative macht das was Menschen schon immer gemacht haben: Verstaubten Traditionen abschwören, sein Bier abstellen und dann anfangen alles ganz anders zu machen als bisher. 😀

  37. Hallo Gunnar,
    du hast den Clip von Peterson
    "Take Cocain" schon 2x kommentarlos eingespielt. Wenn man den Vortrag nicht kennt könnte man meinen er meine das auch so wie es dargestellt wird. Findest du das nicht ein wenig unangebracht?

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